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Schrofmühle
23.09.2017

Die Schrofmühle liegt zwischen Wegberg und Rickelrath am Mühlenbach, einem Nebenbach der Schwalm.

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Ihren Namen verdankt sie ihrer Lage in dem noch heute sehr sumpfigen und zum Teil schlecht begehbaren Gelände. Im Mittelhochdeutschen bedeutet "schrof, schrove oder schroif" "zerküftetes, steiles oder unwegsames Gelände".

Der Mühlenbach selbst speist einen Mühlenteich, der das Wasserreservoir für die Mühle darstellt. Das Anstauen des Wassers war und ist notwendig, da das natürliche Gefälle des Baches alleine nicht ausreicht, um das Mühlrad in Bewegung zu setzen. Nach Entschlammung des Mühlenweihers dient der Mühlenweiher auch heute noch dazu, die Mühle anzutreiben.

Der Antrieb der Mühle erfolgt damals wie heute mittels eines hölzernen Mühlrades. Allerdings mußte dieses wie auch die hölzerne Achse komplett erneuert werden, da diese dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen waren.

Die Schrofmühle war, wie die meisten Wassermühlen im Schwalmgebiet, in ihrer Anfangszeit eine reine Ölmühle. Von dieser zu sehen ist heute der aus damaliger Zeit erhalten gebliebene Kollergang. Im Jahr 2005 ergänzt wurde die Ölpresse und 2007 der Leinölofen und das Rührwerk neu aufgebaut.

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Im späten 18. Jahrhundert wurde die Schrofmühle zusätzlich als Getreidemühle genutzt. Diese Einrichtung ist vollständig erhalten geblieben und umfaßt zwei Mahlgänge und einen sogenannten Sackzug, mit dem das Getreide nach Anlieferung durch die Bauern zum Trocknen auf den sich über das ganze Haupthaus erstreckenden Speicher transportiert wurde.

Seit Über 250 Jahren befindet sich die Schrofmühle in Privatbesitz. Im Jahre 2004 wurde der "Förder- und Museumsverein Schrofmühle Rickelrath e.V." gegründet. Ziel dieses gemeinnützigen Vereines ist es, "das Kulturdenkmal Schrofmühle in seiner ursprünglichen Form wiederherzustellen und in Stand zu halten ...".